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Holzpellets » News und Termine » Newsarchiv 2006 » Meldung zur Situation auf dem Pelletmarkt

Meldung zur Situation auf dem Pelletmarkt

Der Deutsche Energie Pelletverband informiert ...

Aktuelle Meldung


Kalter Winter und starke Zunahme von Pelletheizungen sorgt für hohe Nachfrage nach Brennstoffen
Trotz momentaner Engpasslage Versorgung mit Holzpellets sichergestellt

15. Februar 2006


Angesichts einiger derzeitiger Lieferengpässe bei Holzpellets warnt der DEPV vor unbegründeter Sorge: „Es ist richtig, dass zur Zeit unglücklicherweise die stark gestiegene Nachfrage nach Holzpellets in einigen Regionen nicht in vollem Umfang befriedigt werden kann und sich teilweise längere Lieferzeiten ergeben haben, die für uns, genauso wie für die betroffenen Kunden, extrem unerfreulich sind“, so Dr.- Ing. Joachim Fischer, Geschäftsführer des DEPV. „Hierbei handelt es sich aber um einen vorübergehenden Engpass. Befürchtungen, nach denen eine flächendeckende Versorgung mit Holzpellets aufgrund fehlender Rohstoffressourcen zukünftig fraglich ist, sind dagegen völlig unbegründet.“

Der DEPV weist darauf hin, dass sich der Markt für Pelletheizungen und Holzpellets in Deutschland in den zurückliegenden Jahren als einer der interessantesten Wachstumsmärkte erwiesen hat. Im Jahr 2005 konnte der Absatz von Pelletheizungen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 100 % gesteigert werden. „Dieses Marktwachstum hat uns alle überrascht“, so Fischer. „Unsere optimistische Prognose vom Jahresbeginn wies zwar auf ein überproportionales Wachstum hin, diese Entwicklung war jedoch nicht vorhersehbar“.

Noch im Sommer 2005 war der Nachfrageschub nicht in vollem Umfang erkennbar, da sich gerade in den Herbstmonaten – im Gegensatz zu den Vorjahren – eine starke Nachfrage nach Pelletheizungen einstellte. „Wir haben im Sommer 2005 größere Pelletkontingente exportiert, da für uns ein Absatz in Deutschland im Herbst und Winter nicht gesichert erschien“, so Andreas Krug von der Westerwälder Holzpellets GmbH und 2. Stellvertretender Vorsitzender des DEPV. „Diese Mengen könnten wir nun gut gebrauchen“. Ähnlich ging es auch anderen Pelletproduzenten. Die Situation wurde noch dadurch verschärft, dass im Herbst 2005 ein größerer österreichischer Pelletproduzent überraschend Insolvenz anmelden musste und damit zugesagte Kontingente nicht mehr verfügbar waren. Auch die Inbetriebnahme neuer Pelletproduktionen in Deutschland verzögerte sich bis zum Jahresbeginn 2006. In Verbindung mit der starken Nachfrage und den kalten Temperaturen der letzten Wochen entstand dann die nun eingetretene Engpasslage.

„Für die gesamte Pelletbranche ist die momentane Marktsituation extrem unerfreulich. Produzenten und Händler unternehmen größte Anstrengungen, um alle Kunden zumindest mit Teilmengen zu beliefern“, so Krug. Mit den nun verfügbaren neuen Produktionsstandorten ist zu erwarten, dass sich die Verfügbarkeit von Pellets  rasch verbessert und sich spätestens im Frühjahr wieder normalisiert hat. Um derartige Lieferengpässe in Zukunft wirksam zu verhindern, erweitern Pellethersteller und Händler zurzeit ihre Lagerkapazitäten deutlich. „Bei aller berechtigten Kritik an der unerfreulichen Situation: wir müssen bedenken, dass der deutsche Pelletmarkt immer noch im Aufbau ist. Viele Unternehmen haben erst vor kurzem den Schritt in diesen Markt gewagt und dabei teilweise sehr viel Geld investiert. Die jetzt eingetretene Lage zeigt uns, dass wir gemeinsam noch große Anstrengungen unternehmen müssen, um die Position der Pelletheizung im deutschen Markt zu festigen und auszubauen. Insgesamt – und das ist das erfreuliche -  zeigt uns aber die Entwicklung auch, dass der deutsche Verbraucher die Pelletheizung als wirtschaftliche und umweltschonende Alternative erkannt hat“, so Beate Schmidt, Vorsitzende des DEPV.

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